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Rogge: Es sind nicht die Verbände, die betrügen

14. September 2009 | Von smo | Kategorie: 02 Presseschau, 04 Standpunkte

Im Interview mit Adrian Ruch in der Schweizer Zeitung Bund betont IOC-Präsident Rogge, dass bei Dopingfällen es der Sportler sei, der Betrüge, nicht der Verband, weshalb man diesen und die 98% sauberer Sportler auch nicht bestrafen solle, wenn es zu Dopingfälle komme.

Es sind nicht die Verbände, die betrügen, es sind die Athleten. Zudem ist die überwiegende Mehrheit der Sportler absolut sauber; vielleicht dopen zwei Prozent, doch diese sorgen für die grossen Schlagzeilen. Durch den Ausschluss einer Sportart würden wir die sauberen Athleten bestrafen.

Rogge außerdem:

Jeder positive Dopingfall ist ein Erfolg im Kampf gegen das Doping. Denn mit jedem Betrüger, der aus dem Verkehr gezogen wird, schützt man die sauberen Sportler. Gleichzeitig ist die ganze Problematik eine traurige Geschichte, aber [...] ich geniesse den Sport nach wie vor. Denn ich weiss, dass der Mensch nicht perfekt ist, die ganze Gesellschaft Mängel hat. Das gilt auch für Sportler.

Ein Kommentar
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  1. Nur 2% der Sportler dopen, glaubt Rogge. Ich frage mich, wie er auf diese Zahl kommt? Wenn er die Anzahl der positiven Dopingproben als Grundlage nimmt, übersieht der wichtigste Sportfunktionär die eklatanten Lücken im Dopingkontrollsystem. Andere Experten sprechen von 41%: http://www.sueddeutsche.de/sport/957/383758/text/
    Und Doping als Tat eines Einzelnen hinzustellen, ist auch längst überholt. Oft ist es der Verband oder die Politik, die einen Sportler in die Dopingfalle tappen lassen.
    http://www.cycling4fans.com/fileadmin/user_upload/vermischtes/doping/Texte_ab_4.2008/3_Ringvorlesung_Bette_Bericht_24.4.2008.pdf

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