Winfried Hermann plädiert weiter für ein Anti-Doping-Gesetz
29. September 2009 | Von smo | Kategorie: 02 Presseschau, 04 StandpunkteHermann ist wieder in den Bundestag gewählt worden. Er will sich wieder im Sportausschuss engagieren und dort für ein Anti-Doping-Gesetz stark machen. Er gilt als Freigeist im Sportausschuss und ist wohl einer der unabhängigsten Sportpolitiker.
Oliver Fritsch gab er für die Zeit ein Interview.
Die Arbeit des Sportausschusses bewertete er mit
Geredet haben wir viel, aber wenn es drauf ankam, hat die Mehrheit nicht gehandelt.
Den Sport will Hermann im Familenministerium verankern. Stärker den Breitensport fördern und nicht nur Medaillen.
Den Grund, warum es in Deutschland noch immer kein Anti-Doping-Gesetz gibt, führt er auf die Interessenskonflikte anderer Sportausschussmitglieder zurück.
ZEIT ONLINE: Wenn’s um Geld geht, wird gestritten. Im Sportausschuss entscheiden viele Abgeordnete, die zugleich Verbandsvertreter sind.
Hermann: Das ist ein Problem, denn es gibt Interessenkonflikte. Das ist auch der Grund, warum wir kein Anti-Doping-Gesetz haben.
ZEIT ONLINE: Aber ist Verbandserfahrung nicht auch von Vorteil?
Hermann: Der wiegt nicht den Nachteil auf, nämlich dass Lobbyismus Tür und Tor geöffnet ist. Es kommt natürlich auf die Position und auf den Verband an. Eine Mitgliedschaft bei den Sport- und Naturfreunden fällt freilich nicht so sehr ins Gewicht wie eine Vizepräsidentschaft beim DOSB.
