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Belgischer Tischtennis-Spieler Gregory Obert aufgrund versäumten Dopingstests für zwei Jahre gesperrt

30. September 2009 | Von sportgericht.de | Kategorie: 01 Nachrichten

Der belgische Tischtennis-Verband hat den Weltranglistenspieler Gregory Obert für die kommenden zwei Jahre bis zum 26. September 2011 gesperrt. Der Athlet hat gegen die Anti-Doping-Regeln verstoßen, da er eine Dopingkontrolle schuldhaft versäumt hatte. Somit wurde er mit der Regelstrafe belegt.

Die Europäische Tischtennis-Union (ETTU) teilte mit, dass der 345. der Weltrangliste in der Zeit weder an nationalen noch an internationalen Wettkämpfen teilnehmen darf. Obert selber bezeichnet den ihm vorgeworfenen Sachverhalt als “Missverständnis”. Ihm wird vorgeworfen, im Juli unmittelbar nach seinem Ausscheiden bei einem Turnier in Lüttich nach Hause gefahren zu sein.

Obwohl er darauf vom Turnierarzt telefonisch an den Dopingtest erinnert wurde, weigerte sich der Tischtennisstar zurückzukehren, da er nach eigenen Aussagen schon 100 Kilometer entfernt sei. Er hätte zudem am nächsten Tag um sechs Uhr morgens arbeiten müssen, schreibt Gregory Obert in seinem Internet-Blog.

3 Kommentare
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  1. Ob da nicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird? Es ist klar: Regeln müssen für alle gelten und müssen auch durchgesetzt werden.

    Aber zum Verständnid: Herr Obert ist kein Tischtennisstar, sondern ein Amateur (er wird etwas verdienen, aber weniger als irgendein Regionalliga - Fußballer). Deswegen muß er anscheinend noch arbeiten.
    Entlastend kommt noch hinzu, daß es keine Substanz gibt, die im Tischtennis etwas bringt.

    Wenn man das berücksichtigt kann man Herrn Obert verstehen, wenn er nicht wieder umkehrt.

    Aber trotzdem hat sich der Spieler falsch verhalten. Das muß geahndet werden, aber doch bitte nicht mit einer 2 Jahres Sperre. Wo bleibt denn da die Verhältnismäßigkeit. 40 Stunden unbezahltes Übungstraining in einem Dorfverein. Aber diese Sperre ist lächerlich.

    Es scheint ein bißchen nach dem Motto: die Kleinen hängt man und die Großen läßt man laufen.

  2. Ich möchte Ihnen Recht geben - mit einer Einschränkung!

    Die 2 Jahressperre wirkt übertrieben und moralisch ungerechtfertigt und vor allem unverhältnismäßig.

    Aber, zu denken, im Tischtennis könne nicht gedopt werden, ist naiv. Mittel mit aufputschender und aufmerksamkeits- bzw. reaktionsschnelligkeitssteigender Wirkung helfen auch im Tischtennis. Selbst Anabolika halte ich für im Tischtennis leistungssteigernd.

  3. ich kann das Thema natürlich nicht ganz ausschließen. Das Problem ist aber, daß Tischtennis zu Vielschichtig ist. Was die Schnelligkeit fördert, schadet der Konzentration. TT-Spieler sind i.d.R. untergewichtig (die Spitze, ich nicht) daher werden sicher keine Anabolika genommen. Ich kenne einige, die schon mal einen Schluck Bier vor dem Spiel getrunken haben, um etwas “runterzukommen”. Aber das war in der Bezirksliga.

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