Bayerns Justizministerin will Besitzstrafbarkeit für Dopingmittel
13. Oktober 2009 | Von smo | Kategorie: 04 Standpunkte, 10 Unsere KommentareBayerns Justizministerin Merk fordert Gefängnisstrafen für unbelehrbar dopende Athleten. Nach FOCUS-Informationen will sie in der kommenden Legislaturperiode ein Anti-Doping-Gesetz durchsetzen.
„Mein Gesetzentwurf sieht – ebenso wie das geltende Recht für den Betrug – Strafen von einer Geldstrafe bis hin zu fünf Jahren Gefängnis vor, in besonders schweren Fällen sogar bis zu zehn Jahren“, sagte Merk (CSU) gegenüber FOCUS. Ein dopender Sportler müsse „auch im strafrechtlichen Sinn als das bezeichnet werden, was er ist: als Betrüger!“
http://www.focus.de/sport/doping/anti-doping-gesetz-merk-macht-ernst_aid_443816.html
Neben dem Problem des unangemessenen Strafmaßes, das Frau Merk fordert, sieht Sport-Transparency die Strafe für Besitz auch geringer Mengen Dopingmittel nicht als Königsweg und kommentiert:
Kluge Sportler besitzen kein Doping
So sehr ich Freu Merk grundsätzlich unterstütze, so wenig scheint sie mitzudenken: Sportler, besonders Topsportler, lassen dopen, werden als nie im Besitz von Mitteln sein und könnten von Merks angestrbten Gesetz nicht erreicht werden. Mit der indirekten Beweisführung ist der Sport auf dem genau richtigen Weg.
