Fußballspieler Adrian Mutu droht lebenslange Sperre wiederholter Dopingverstoß
29. Januar 2010 | Von sportgericht.de | Kategorie: 01 NachrichtenDer rumänische Nationalspieler Adrian Mutu ist erneut positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden. Mutu wurde positiv auf den Wirkstoff Sibutramin getestet, der in etlichen so genannten Appetitzüglern enthalten ist. Sollte sich der positive Dopingtest bestätigen, droht dem 31-Jährigen als Wiederholungstäter durch die Welt-Anti-Dopingagentur (Wada) eine lebenslange Sperre.
Der Spieler des italienischen Erstligisten AC Florenz wurde, nach Angaben des nationalen Olympischen Komitees von Italien (Coni), am 10. Januar nach dem 2:1-Sieg der Toskaner am 19. Spieltag der italienischen Serie A gegen den AS Bari positiv getestet.
Bei einer Bestätigung des Befundes durch die B-Probe, droht dem Rumänen eine lebenslange Sperre durch die Wada. Bereits im Jahr 2004 war Mutu, damals in den Diensten des Londoner Fußballvereins FC Chelsea, durch einen positiven Befund in die Schlagzeilen geraten. Der damalige Befund ergab einen Kokainkonsum des Stürmers.
Der FC Chelsea entließ Mutu und verklagte ihn anschließend auf die Zahlung einer Entschädigungssumme in Höhe von rund 17 Millionen Euro, die von Mutu jedoch nicht akzeptiert wurde. Das Schweizer Bundesgericht erklärte die Höhe der Summe jedoch für angemessen und hob ein anderslautendes Urteil des Internationalen Sportgerichtshofes (Cas) auf.
Der entsprechende Wirkstoff Sibutramin kann zu schweren Nebenwirkungen führen. Wegen der Gesundheitsgefährdung empfahl die Europäische Arzneimittelbehörde (Emea) erst vor wenigen Tagen, Mittel mit diesem Wirkstoff die Zulassung zu entziehen.
Mutu ist kein Ersttäter sondern wurde schon einmal des Kokainmissbrauchs überführt. Als Wiederholungstäter sollter er in meinen Augen ein lebenslängliches Berufsverbot erhalten.
Da er schon lange kein Vorbild mehr für Kinder ist und anscheinend nichts dazugelernt hat, ist eine andere Strafe absurd.
Nebenbei sind die Nebenwirkungen des jetzt eingenommenen Mittels Sibutramin neben eines wesentlich erhöhten Herzinfarkt-Risikos auch erhebliche Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Übelkeit und Erbrechen bis hin zu Taubheitsgefühlen, Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen.
Zum Schluss noch ein Kompliment an das nationale, italienische Komitee, die anscheind den Dopingfall aufgedeckt haben.
Hoffentlich bleibt dies ein Einzelfall. Gar nicht auszudenken wenns nicht so wäre. Bestrafung ja, aber gleich lebenslang halte ich für zu hart. 2 oder 3 Jahre sind in seinem Fall fast ebenso schlimm