Nach jahrelangem Rechtsstreit: Patrik Sinkewitz einigt sich mit Ex-Sponsor Förstina auf Vergleich
8. März 2010 | Von sportgericht.de | Kategorie: 01 Nachrichten Mehr als zwei Jahre nach dem Beginn des Zivilprozesses einigte sich Radprofi Patrik Sinkewitz mit seinem Ex-Sponsor auf einen Vergleich.
Der Getränkehersteller Förstina hatte den früheren Fahrer der T-Mobile-Equipe wegen Doping-Vergehen aus dem Jahr 2007 und einer deswegen abgesagten Werbekampagne auf Schadensersatz verklagt.
Über die Details des geschlossenen Kompromisses wurde nichts verlautbart. Der Anwalt Förstinas, Christian Schmitt, zeigte sich jedoch mit der außergerichtlichen Einigung “zufrieden”. Beide Parteien einigten sich kurz vor Ablauf der Frist. Das Gericht hatte eine Entscheidung für den 9. März angekündigt.”
Erst Ende Januar hatte der Zivilsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt in dem Berufungsprozess erfolglos einen Vergleichsvorschlag gemacht, nachdem Sinkewitz 80.000 Euro Schadensersatz an seinen ehemaligen Sponsor hätte zahlen sollen. Ursprünglich hatte Förstina mehr als 300.000 Euro gefordert. Sinkewitz hatte diese Forderung als zu hoch abgelehnt.
Das Landgericht Fulda hatte den 29-jährigen in erster Instanz zu einem Schadensersatz von rund 100.000 Euro an Förstina verurteilt. Gegen das Urteil war Sinkewitz in Berufung gegangen, da unter anderem geprüft werden sollte, ob der Radprofi tatsächlich persönlich - oder die von ihm gegründete GmbH - haftbar sei.
Zudem vertrat Sinkewitz die Auffassung, dass nicht berücksichtigte Sponsoring-Gehälter betragsmindernd hätten gegengerechnet werden müssen. Wie aus Gerichtskreisen bekannt wurde, folgte der Vorsitzende Richter Bodo Nordmeier jedoch weitgehend die Rechtsauffassung des Landgerichts Fulda.
Der Gewinner der Deutschland Tour von 2004, der derzeit für das drittklassige Continental Team PSK Whirlpool aus Tschechien aktiv ist, war im Jahr 2007 des Testosterondopings überführt und für ein Jahr gesperrt worden. Derzeit sucht er Anschluss an die ProTour-Mannschaften, um in absehbarer Zeit wieder die großen Rundfahrten bestreiten zu können.