Jamaikanische Olympiasiegerin Fraser positiv getestet - “Es ist keine leistungssteigernde oder maskierende Substanz”
9. Juli 2010 | Von sportgericht.de | Kategorie: 01 NachrichtenDie jamaikanische 100-Meter- Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser bei einer Dopingprobe positiv auf einen Wirkstoff getestet worden sein, der jedoch nicht als maskierend oder leistungssteigernd charakterisiert wird. Die Sprinterin soll eigenmächtig Schmerzmittel im Rahmen einer Zahnbehandlung eingenommen haben.
“Es ist keine leistungssteigernde oder maskierende Substanz, deshalb hoffen wir auf eine schnelle Abwicklung der Angelegenheit”, erklärte der Präsident des jamaikanischen Leichtathletik-Verbandes Bruce James.
Der positive Befund wurde im Rahmen des Diamond-League-Meetings im Mai in Shanghai festgestellt.
Bislang wurden noch keine Angaben darüber gemacht, welches Mittel bei der Sprinterin nachgewiesen wurde. Die Jamaikanerin soll jedoch nach einer Zahnbehandlung ein Schmerzmittel eingenommen haben, die sie in Shanghai auf eigene Faust erworben hatte. Die zuvor verabreichten Schmerzmittel sollen keine Wirkung gezeigt haben.
“Deshalb hat sie sich in Shanghai noch ein zusätzliches Medikament besorgt und war dann schmerzfrei genug, um bei dem Meeting starten zu können”, sagte James zum Fall.
Die 23-jährige Shelly-Ann Fraser hatte bei Olympia 2008 in Peking die 100 m in 10,78 Sekunden gewonnen. Ein Jahr später wurde sie in Berlin in 10,79 Weltmeisterin.